Mädchenschule Khadigram e.V.
Der Verein Mädchenschule Khadigram e.V. ist eine unabhängige NGO (Nichtregierungsorganisation).
Er hat keinen kommerziellen, politischen oder religiösen Hintergrund und verfolgt dementsprechend keine kommerziellen, parteipolitischen oder religiösen Ziele.
Mädchenschule Khadigram e.V. wird weder von politischen noch von religiösen oder sonstigen Organisationen zum Zwecke der Verbreitung entsprechender Ideologien getragen oder regelmäßig finanziell unterstützt, weder in der Bundesrepublik Deutschland noch in Indien.
Die Satzung des Vereins kann beim Amtsgericht Backnang unter der Nummer VR 686 eingesehen werden.
Rechtsstatus
Eingetragener Verein seit 2003. Der Verein ist vom Finanzamt Backnang mit Datum vom 18.9.2003 als
gemeinnützig und mildtätig anerkannt und berechtigt,
Spendenbescheinigungen auszustellen. (Letzter Freistellungsbescheid vom 9.6.2011 hat die Gültigkeit von 5 Jahren.)
Struktur des Vereins
Vorstand, bestehend aus 1. und 2. Vorsitzenden
1 Kassenwart, 1 Schriftführer
Anzahl der Mitarbeiter
hauptamtlich: 0
ehrenamtlich: 4
Diese Urkunden wurden dem Verein Mädchenschule Khadigram e.V. für überzeugendes entwicklungspolitisches Engagement durch die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Förderverein Hilfe Direkt e.V. verliehen.
WICHTIG
Wir sind bemüht, Spenden in voller Höhe nach Indien in unsere Projekte zu überweisen. Unsere Aufwendungen für Verwaltungskosten in Deutschland betragen derzeit lediglich 4,5 Prozent.
Es werden ausschließlich Erhaltungs- und laufende Kosten von unseren Schulen, Lehrkräften und Schülerinnen aus diesen Spenden finanziert! Darüber hinaus werden aus den Spenden noch punktuelle medizinische Einsätze bezahlt. Nur die Tatsache, dass in Indien der Wert eines einzigen Euro wesentlich mehr als bei uns erreichen kann, macht es möglich, mit einem solchen privat finanzierten Projekt kleine Wunder zu vollbringen. Alle Mitglieder des Vereins engagieren sich im Kampf gegen den Analphabetismus und für Chancengleichheit. Die Vereinsgründer beschäftigen sich mit Indien schon seit vielen Jahren, einige sind mehrmals in die verschiedensten Regionen Indiens gereist. Die Vereinsgründerin Marianne Frank-Mast hat in Indien gearbeitet, spricht Hindi und verfügt über ausgezeichnete Ortskenntnisse.
Deshalb ist es ihr, gemeinsam mit allen anderen Mitgliedern, zu einem persönlichen Anliegen geworden, sich für Indien und ganz besonderes für die Situation der Frauen im ländlichen Raum zu engagieren, um daran mitzuwirken, dass deren oft aussichtslose Lebenssituation verbessert werden kann.
Die Idee zu einer Schulgründung wurde bereits in den 70er Jahren geboren, als Marianne Frank-Mast als Entwicklungshelferin zwei Jahre lang in dem Ort Khadigram im sozialmedizinischen Bereich arbeitete. Die katastrophale Situation der Frauen in Indien, besonders auf dem Land, machte sie bereits damals wütend und verzweifelt.
Die extrem frühe Verheiratung und damit verbunden das unglaublich zeitige und fortgesetzte Gebären von Kindern führte und führt auch heute noch zu mannigfaltigen gesundheitlichen und im weiteren Verlauf zu wirtschaftlichen Problemen. Der einzige Ausweg aus dieser hoffnungslosen Situation ist Bildung!
Der zweijährige Aufenthalt hatte Marianne Frank-Mast nicht nur verändert und geprägt, sondern ganz offensichtlich auch unmerklich diesem Land verbunden. Aufgrund der Tatsache, daß sie sich seit mehr als 30 Jahren mit Indien, seiner Kultur und seiner Gesellschaft befasst und beinahe jährlich ins Land gereist ist, ist es ihr gelungen, gute Kontakte zu indischen Familien zu knüpfen und besondere Einblicke in gesellschaftliche Strukturen zu gewinnen.
In 2003 konnte der Gedanke zur Gründung einer Mädchenschule zunächst in Khadigram im Distrikt Jamui umgesetzt werden. In Kooperation mit der Organisation "Shram Bharati Khadigram" und ihren aktiven Mitgliedern, die an der Arbeit zu dem Schulprojekt beteiligt sind, konnte die Internatsschule in nicht einmal zehn Jahren ausgebaut werden. Heute ist es möglich, dort 90 Mädchen aufzunehmen und zu beschulen. Der Einsatz zur Überzeugung der Familien, um ihre Töchter in das waghalsige Unternehmen Schule zu schicken, hat sich mit Sicherheit gelohnt!
Geleistet werden alle Arbeiten vor Ort von Kaleshwar Yadav, der sich als exzellenter Lehrer und Organisator der Schule erwiesen hat, von Seema Singh sowie Dr. Raj Narain Singh als Manager, der seit zwei Jahren ehrenamtlich für uns arbeitet.
2008 haben wir in dem Dörfchen Bhatta eine kleine Grundschule eröffnet, an der 55 Mädchen und Jungen Grundschulunterricht erhalten. Im Jahr 2010 konnte die zweite Internatsschule für Mädchen in dem Ort Sabukpur ihren Betrieb aufnehmen. Dort wird die Deutsch-Indische Kooperation vor Ort von Abhey Singh und seiner Ehefrau Bindu Singh geleistet, zusammen mit Vinay Singh, der sich um weitere technische Details als Koordinator beider Projektorte kümmert.

Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Spendengelder und Mitgliedsbeiträge. Er verpflichtet sich, gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zu dienen. An den Internatsschulen werden die Grundbedürfnisse an Kleidung, Nahrung, Wohnung sowie medizinische Basisversorgung über das Alphabetisierungsprogramm hinaus vom Verein gedeckt. Für die Familien ist das kostenfrei und eine zwingende Notwendigkeit.
Zukünftig möchte der Verein regelmäßig medizinische Camps an beiden Projektorten durchführen und hofft, diese sukzessive ausweiten zu können, zum Wohle der medizinisch unterversorgten Bevölkerung in der Region, und um die Akzeptanz für "Mädchenbildung" zu fördern.